Ein Schlauchtuch (auch Multifunktionstuch oder Neck Gaiter) ist das vielseitigste Stück Stoff, das du beim Motorradfahren dabeihaben kannst. Klein, leicht, passt in jede Jackentasche — und löst unterwegs mehr Probleme, als man denkt. Hier sind die wichtigsten Tragevarianten und worauf du achten solltest.
1. Klassisch als Halstuch
Die Standardvariante: über den Kopf ziehen, um den Hals legen, fertig. Hält den Fahrtwind vom Kragen fern und verhindert das nervige Flattern offener Jackenkrägen. Gerade bei kühleren Temperaturen macht ein geschlossener Halsbereich einen spürbaren Unterschied auf langen Etappen.
2. Als Gesichtsmaske unter dem Helm
Hochgezogen bis über die Nase schützt das Tuch Kinn und Wangen vor Zugluft — besonders bei Jethelmen oder offenem Visier. Auch gegen Staub auf Schotterpassagen oder Insekten in der Abenddämmerung ist die Maskenvariante Gold wert.
3. Als Kopftuch unter dem Helm
Über den Kopf gespannt saugt das Tuch Schweiß auf, bevor er in die Augen läuft, und verhindert Druckstellen vom Helmpolster. Nebeneffekt: Das Helm-Innenfutter bleibt sauberer und riecht deutlich später streng.
4. Als Stirnband
Doppelt gefaltet wird aus dem Schlauch ein Stirnband — praktisch für die Pause, beim Schrauben oder auf dem Campingplatz beim Treffen.
5. Als Balaclava-Ersatz
Mit etwas Übung lässt sich das Tuch so wickeln, dass Kopf und Hals gleichzeitig bedeckt sind — die Leichtgewicht-Alternative zur Sturmhaube an Übergangstagen.
6. Als Handgelenk- oder Lenkerband
Zugegeben: eher Style als Funktion. Aber wer sein Tuch gerade nicht am Hals trägt, hat es am Handgelenk immer griffbereit.
7. Als Notfall-Helfer
Tankdeckel-Putztuch, Sitzpolster-Schutz in der prallen Sonne, improvisierter Sonnenschutz im Nacken bei der Panne am Straßenrand — ein Multifunktionstuch heißt so, weil es genau das ist.
Worauf du beim Kauf achten solltest
- Material: Leichtes, atmungsaktives Polyester trocknet schnell und trägt unter dem Helm nicht auf. Unser RIDE-HARD-Schlauchtuch wiegt bei 50×50 cm nur rund 50 Gramm.
- Nahtlos: Nähte drücken unter dem Helmpolster — ein nahtloses Tuch merkst du nach zehn Minuten nicht mehr.
- Waschbar: Ein Tuch, das jede Tour mitmacht, muss in die Waschmaschine dürfen.
Wichtig: Ein Schlauchtuch ist Komfort-Ausrüstung — es ersetzt keine Schutzkleidung.